Einladung des Stadtarchiv Hannover zur öffentlichen Lesung.

Alfred und Friederike Schröcker lesen und kommentieren zum Thema „Johann Christian und Charlotte Kestners Reise auf den Brocken“

Johann Christian Kestners Tagebuch vom 10. bis 16. August 1789.

Als der Brockentourismus gegen Ende des 18. Jahrhunderts seinen ersten Höhepunkt erreichte und in der Hochsaison Juli und August schon mal an die 50 Personen auf den Gipfel kamen, machten sich Johann Christian Kestner (1740-1800), seine Frau Charlotte und die hannoversche Freundin Sophie Flebbe von Osterode aus auf den Weg zum Brocken, begleitet von einigen Helfern und Harzer Kiepenfrauen.

Johann Christian und Charlotte Kestner © Stadtarchiv Hannover

Johann Christian und Charlotte Kestner
© Stadtarchiv Hannover

Über Clausthal und Oderbrück ging es hinauf zur Heinrichshöhe. Dort übernachtete man im gräflich-stolbergischen Logierhaus, die Helfer schliefen im Wirtshaus. Der Aufstieg war nicht einfach: Man musste über Bäche und durch versumpftes Gelände, besonders die Damen taten sich trotz aller Kavaliershilfen schwer. Mal drohte man hineinzufallen, mal blieb ein Schuh im Morast stecken, man war von oben bis unten durchnässt, aber man hatte Kleidung zum Wechseln und viel Proviant dabei. Dies und zahlreiche unerwartete Einzelheiten notiert der schreibgewohnte Kestner in seinem Tagebuch, nicht zuletzt auch allerhand über andere Harzwanderer, über das Gipfelerlebnis und über die Rückreise. Seine romantische Ader kommt bei weniger spektakulären Erlebnissen, z. B. beim Rehberger Graben zu Tage.

Die Veranstaltung findet statt

am 11. Februar 2016, Donnerstag,
um 19:00 Uhr,
Stadtarchiv Hannover
Am Bokemahle 14-16
30171 Hannover

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!