Am Dienstag, 21. November 2017, 19:30 Uhr führt Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer wieder ein öffentliches Interview im Rahmen der Reihe “Gespräche mit Zeitzeugen” des Freundeskreises des Stadtarchivs Hannover. Das Zeitzeugengespräch bildet gleichzeitig den Start des Begleitprogramms zur ab 22. November stattfindenden Reformationsausstellung im Stadtarchiv Hannover. Das Thema ist diesmal:

1533 – Reformation und Revolte in Hannover

1533: seit einem Jahrzehnt hatte sich die Lehre des Martin Luther in Hannover verbreitet. Nicht nur kirchliche Reformation wurde gefordert, sondern immer öfter mehr Mitbestimmung der Bürger in allen städtischen Angelegenheiten. Ein Bürgerschwur auf dem Marktplatz bekräftigte dies. Das hatte Hannover noch nie erlebt: die städtische Bürgerschaft stellte sich gegen den herrschenden Rat und vertrieb ihn schließlich aus der Stadt!

Erstmalig hat Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer einen echten Zeitzeugen aus einer vergangenen Epoche zu Gast, nämlich den ersten Bürgermeister nach Vertreibung des alten Patriziats, Anton von Berckhusen. Er steht Rede und Antwort zu den aufregenden Ereignissen des Jahres 1533, die zu schweren Ausein-andersetzungen mit dem Herzog von Calenberg führten und die Stadt viel Geld kosteten. Die Reformation aber siegte, und Hannover blieb eine wirtschaftlich erfolgreiche Stadt.

Rainer Künnecke (www.zeitspruenge.info), der wohl bedeutendste Darsteller historischer Persönlichkeiten in Hannover (z.B. Gottfried Wilhelm Leibniz), taucht ein in die Rolle des Anton von Berckhusen. Bleibt die Frage, ob sich der Bürgermeister von einst wohl auf dem Bild des Bürgerschwurs im Hodlersaal wiederfindet?

Die Veranstaltung findet statt

am 21. November 2017, Dienstag,
um 19:30 Uhr,
im Hodlersaal des Neuen Rathaus Hannover.

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!