Freundeskreis Stadtarchiv Hannover

Bewahren - Erforschen - Vergegenwärtigen

Author: nairolf (page 1 of 2)

Vortrag: Arne Jacobsen in Hannover – Das Glasfoyer in Herrenhausen als bauliches Zeugnis einer großen Planung

Das Stadtarchiv Hannover lädt im Rahmen des Projekt „ArchitekturZeit 2017“, in welchem Museen, Kunstvereine, Galerien und Verbände aus Niedersachsen und Bremen auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen zu historischen und aktuellen Fragen der Architektur anbieten, ein zum Vortrag:

Arne Jacobsen in Hannover –
Das Glasfoyer in Herrenhausen als bauliches Zeugnis einer großen Planung

Referentin: Dr. Ing. Birte Rogacki-Thiemann

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Zeitzeugengespräch zur Städtepartnerschaft mit Leipzig

Im Rahmen der Reihe “Gespräche mit Zeitzeugen” des Freundeskreises Stadtarchiv Hannover führt Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer, Mitglied des Freundeskreises, am 28. Juni 2017 bereits sein 12 öffentliches Interview. Thema ist diesmal

Leipzig und Hannover vor 30 Jahren – eine unmögliche Städtepartnerschaft

Wie konnte es geschehen, dass 1987, zwei Jahre vor dem Mauerfall, eine Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und Hannover begann? Wurde etwas Unmögliches möglich? Wer bahnte die Kontakte an, wer pflegte sie? Was hieß es, mit Partnern aus der DDR zu verhandeln, die selbstverständlich mit der Stasi in Verbindung standen? Wie ging man in Hannover mit Gruppen aus Leipzig um, von den man wusste, dass die Auswahl nach SED-Linientreue erfolgte?

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Projektvorstellung: Hannoversche Adressbücher digital

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, das Stadtarchiv Hannover und die VGH-Stiftung stellen am 15. Juni 2017, Donnerstag, um 17 Uhr in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek/ Vortragssaal   ihr gemeinsames Projekt „Hannoversche Adressbücher digital“ vor.

Von 1798 bis 2004 erschien nahezu jährlich das Adressbuch der Stadt Hannover. Über mehr als zwei Jahrhunderte verzeichnete es Personen und Straßen der Stadt, gab Hilfe bei der Suche nach Handwerkern, Firmen und Behörden. Die enthaltenen Karten, Theaterpläne und Berichte bieten heute spannende Einblicke in die Geschichte und das kulturelle Leben Hannovers. Diese wichtige historische Quelle haben das Stadtarchiv Hannover und die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in den vergangenen Jahren bis in das 20. Jahrhundert hinein digitalisiert. Das Projekt wird durch die Projektpartner und den Projektförderer VGH-Stiftung vorgestellt. Der Sprechchor Hannover wird die Präsentation durch eine stimmliche Performance zum Thema begleiten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, selbständig in den digitalen Adressbüchern zu recherchieren und auch Originale in Augenschein zu nehmen.

Der Eintritt ist frei

Wanderausstellung „Feind ist, wer anders denkt“ im Neuen Rathaus

In Kooperation mit dem Stadtarchiv Hannover zeigt die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen (BStU) vom 2. bis 28. Juni 2017 im Bürgersaal des neuen Rathaus Hannover die Wanderausstellung „Feind ist, wer anders denkt“.

Staatliche Kontrolle und Unterdrückung wurden in der SED-Diktatur der DDR wesentlich geprägt vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Das jahrzehntelange Handeln und Wirken des MfS – der Stasi – wird in der vom BStU konzipierten eindrucksvollen Wanderausstellung „Feind ist, wer anders denkt“ präsentiert. Die allgemeine Darstellung wird um ein hannoversches Regionalmodul ergänzt, welches deutlich macht, dass der Wirkungskreis der Stasi bis in die niedersächsische Landeshauptstadt reichte. Im Regionalmodul werden auch Materialien des Stadtarchivs und des Historischen Museums Hannover zu sehen sein.

Das Stadtarchiv Hannover als Kooperationspartner des BStU möchte Sie herzlich einladen, die Ausstellung im Bürgersaal des Neuen Rathauses zu besuchen.

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Wanderausstellung „Papier ist nicht geduldig“ im Stadtarchiv

Vom 4. Mai bis zum 16. Juni 2017 zeigt das Stadtarchiv-Hannover eine Wanderausstellung über die Erhaltung von Schriftgut und Grafik des Arbeitskreises Nordrhein-Westfälischer Papierrestauratoren e.V..

Papier ist noch immer der wichtigster Informationsträger – und vom Verfall bedroht. Archive und andere Kulturinstitutionen verfügen in großem Umfang über historisch wertvolle Handschriften, Grafiken und Akten. Die Erhaltung dieses Kulturguts ist eine tägliche Herausforderung, denen sich eine Wanderausstellung im Stadtarchiv Hannover unter dem Titel „Papier ist nicht geduldig“ widmet.

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Vortrag: Die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg: Hat sie eine Geschichte?

Das Stadtarchiv Hannover lädt ein zum Vortrag:

Die Metropolregion: Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg
Hat sie eine Geschichte?

Referent: Dr. Carsten Stühring

Metropolregionen sind verdichtete Räume, in denen Großstädte im Zusammenwirken mit ihrem Umland Metropolfunktionen wahrnehmen. Die niedersächsische Metropolregion war in ihrer Geschichte überregional bedeutsam, etwa im Montanwesen oder im Fahrzeugbau, aber auch als Verkehrsdurchgangsland. Eine besondere Rolle spielten hier wie in der regionalen Vernetzung die Städte Braunschweig und (zunehmend) Hannover. Der Vortrag historisiert das Konstrukt der Metropolregion und stellt in einer Längsschnittanalyse die Frage: Hat die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg eine Geschichte?

Die Veranstaltung findet statt

am 6. März 2017, Montag,
um 19:00 Uhr,
Stadtarchiv Hannover
Am Bokemahle 14-16
30171 Hannover.

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!

„Beim Papst beschäftigt!“

Viele hannoversche Unternehmen zeichneten sich in den 1950er bis 1990er Jahren durch eine hohe Mitarbeiterbindung aus. Gerade in der Lebensmittelindustrie, so Reinhard Petter augenzwinkernd, herrschte ein Betriebstreue, als sei man „beim Papst beschäftigt“. Petter selbst brachte es bei der hannoverschen Schokoladenfabrik Sprengel vom Facharbeiter bis zum Betriebsleiter der Produktionsstätten in Berlin und Hannover. Ungemein anschaulich berichtete er den mehr als 50 Gästen des Zeitzeugengesprächs im Neuen Rathaus vom Betriebsalltag und den zahlreichen Veränderungen in der Branche.

Kristina Huttenlocher ergänzte mit großem Fachwissen die allgemeinen Tendenzen der Nahrungsmittelindustrie, nicht nur in Hannover. Mit ihren Publikationen über die hannoverschen Firmen Appel und Sprengel ist sie die derzeit wohl beste Kennerin der hiesigen Industriegeschichte. Viele Assoziationen aus den eigenen Tätigkeiten kamen im fachkundigen Publikum auf, das es keinesfalls bereute, an diesem regnerischen Herbstabend in den Hodlersaal gekommen zu sein. Und für die jüngeren Zuhörerinnen und Zuhörer war der Abend ein praktisches Lehrstück über Veränderungen in der Arbeitswelt der jüngsten Zeit.

Als Prof. Hauptmeyer seine Gäste des Zeitzeugengespräches verabschiedete, konnte er sogar noch verkünden, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im WM-Qualifikationspiel, das im wenige hundert Meter entfernten „Niedersachsenstadion“ stattfand, mit 2:0 gegen Nordirland führe.

Zeitzeugengespräch zur hannoverschen Industriegeschichte 1950-1990

Im Rahmen der Reihe “Gespräche mit Zeitzeugen” des Freundeskreises Stadtarchiv Hannover führt Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer, Mitglied des Freundeskreises, ein öffentliches Interview zum Thema

„Meine Firma!“ Sprengel – und andere Beispiele hannoverscher Industriegeschichte aus den 1950er bis 1990er Jahren.

kristina-huttenlocher

Kristina Huttenlocher

Reinhard Petter

Reinhard Petter

Prof. Hauptmeyer begrüßt diesmal zwei Gäste. Vier Jahrzehnte lang war Reinhard Petter in der Nahrungsmittelbranche tätig und durchlief dabei alle beruflichen Stufen bis in die Chefetage. Identifikation mit dem Unternehmen war für ihn, wie für viele andere Menschen, die langjährig „ihrer Firma“ die Treue hielten, selbstverständlich. Kristina Huttenlocher ist dank jüngerer Buchpublikationen die wohl beste Kennerin der Geschichte der Lebensmittelbranche in Hannover. Was war das Besondere der hannoverschen Industriegeschichte der 1950er bis 1990er Jahre? Was zeichnete speziell die Lebensmittelbranche aus? Was bedeutete es, wenn eine etablierte Firma wie Sprengel in neue Unternehmerhände kam? Wie sind die Verhältnisse jener Zeit in die hannoversche Unternehmensgeschichte einzuordnen?

Die Veranstaltung findet statt

am 11. Oktober 2016, Dienstag,
um 19.30 Uhr,
im Hodlersaal des Neuen Rathaus Hannover.

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!

Veranstaltungsreihe „Rohstoff für die Stadtgeschichte“

Aus Anlass des 775jährigen Jubiläums der Stadt Hannover (Bestätigung der Stadtrechte durch Herzog Otto das Kind) lädt das Stadtarchiv Hannover ein zu einer Veranstaltungsreihe, die sich den älteren Quellen der Stadtgeschichte widmet.

Die in Kooperation mit dem Museum August Kestner organisierte Veranstaltungsreihe Rohstoff für die Stadtgeschichte. Neue Blicke in alte Quellen weckt die reiche Überlieferung des Mittelalters und der Frühen Neuzeit im Stadtarchiv Hannover aus ihrem Dornröschenschlaf in den Magazinen und bringt sie an Tageslicht holen. Ausgewiesene Experten stellen die typischen Medien jener Zeit vor: Urkunden und Amtsbücher, Briefe und – bei unserem Ausflug ins Museum August Kestner – Münzen.

Termine und nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Programm oder Webseite des Stadtarchiv Hannover:

flyer-stadtarchiv_775pdf

 

Interview über Geschichte und Moderne im Stadtbild Hannovers

Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer, Mitglied des Freundeskreises, führt zum Thema

Geschichte und Moderne im Stadtbild Hannovers

Dr. Sid Auffarth (li.), Prof. Dr. Paul Zalewski

Dr. Sid Auffarth (li.), Prof. Dr. Paul Zalewski

ein öffentliches Interview mit Dr. Sid Auffarth, Bauhistoriker in Hannover, und mit Prof. Dr. Paul Zalewski, Denkmalkunde, Viadrina, Frankfurt (Oder).

Bauen in der Stadt ist ein stetiger Transformationsprozess. In der Altstadt Hannovers reichen die Straßenführungen zurück auf das Mittelalter, in der Neustadt auf die Frühe Neuzeit. Marktkirche und Altes Rathaus erinnern an das 14. Jahrhundert, die St. Johanniskirche an das 17. Jahrhundert. Und was wäre Hannover ohne Herrenhausen! Als die Stadtmauer fielen, wuchs Hannover ins Umland hinaus. Links der Leine dehnte sich das industrielle Linden aus. Nach welchen Ideen wurden die neuen Quartiere entwickelt? Wie wurde das Bedürfnis nach Repräsentation gestillt, wie wurden soziale Probleme aufgegriffen? Renaissancen und kreative Modernität überkreuzten sich immer wieder. 1933 begann eine Altstadtsanierung im Stil des Restaurierungsdenkens des 19. Jahrhunderts. Im Krieg fiel die Altstadt in Schutt und Asche. Man baute nach 1945 viele Baudenkmale wieder auf, andere wurden neu inszeniert, noch andere wiederum ganz beseitigt. Das „Wunder von Hannover“, der Ausbau einer autogerechten Stadt, durchgrüntes Wohnen, Siedlunsgexpansion in Trabantensiedlungen, Gentrification, Urban Gardening: Warum wechseln die Konzepte? Wo bleibt die Tradition in der Moderne? Wo wird die Moderne traditionell?

Dr. Sid Auffarth ist der am breitesten ausgewiesene Bauhistoriker Hannovers, der seit Jahrzehnten klug und pointiert zu Geschichte, Planung und Entwicklung der Stadt Stellung bezieht. Prof. Paul Zalewski, selbst Fachmann für das Bauen in Hannover vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, ist ein in breiten internationalen Zusammenhängen ausgewiesener Spezialist für den Schutz Europäischer Kulturgüter und für Denkmalkunde.

Die Veranstaltung findet statt

am 31. Mai 2016, Dienstag,
um 18:00 Uhr,
im Historischen Museum Hannover.

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!

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