Freundeskreis Stadtarchiv Hannover

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Category: Allgemein

Vortrag: Arne Jacobsen in Hannover – Das Glasfoyer in Herrenhausen als bauliches Zeugnis einer großen Planung

Das Stadtarchiv Hannover lädt im Rahmen des Projekt „ArchitekturZeit 2017“, in welchem Museen, Kunstvereine, Galerien und Verbände aus Niedersachsen und Bremen auch in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen zu historischen und aktuellen Fragen der Architektur anbieten, ein zum Vortrag:

Arne Jacobsen in Hannover –
Das Glasfoyer in Herrenhausen als bauliches Zeugnis einer großen Planung

Referentin: Dr. Ing. Birte Rogacki-Thiemann

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Vortrag: Die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg: Hat sie eine Geschichte?

Das Stadtarchiv Hannover lädt ein zum Vortrag:

Die Metropolregion: Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg
Hat sie eine Geschichte?

Referent: Dr. Carsten Stühring

Metropolregionen sind verdichtete Räume, in denen Großstädte im Zusammenwirken mit ihrem Umland Metropolfunktionen wahrnehmen. Die niedersächsische Metropolregion war in ihrer Geschichte überregional bedeutsam, etwa im Montanwesen oder im Fahrzeugbau, aber auch als Verkehrsdurchgangsland. Eine besondere Rolle spielten hier wie in der regionalen Vernetzung die Städte Braunschweig und (zunehmend) Hannover. Der Vortrag historisiert das Konstrukt der Metropolregion und stellt in einer Längsschnittanalyse die Frage: Hat die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg eine Geschichte?

Die Veranstaltung findet statt

am 6. März 2017, Montag,
um 19:00 Uhr,
Stadtarchiv Hannover
Am Bokemahle 14-16
30171 Hannover.

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!

Veranstaltungsreihe „Rohstoff für die Stadtgeschichte“

Aus Anlass des 775jährigen Jubiläums der Stadt Hannover (Bestätigung der Stadtrechte durch Herzog Otto das Kind) lädt das Stadtarchiv Hannover ein zu einer Veranstaltungsreihe, die sich den älteren Quellen der Stadtgeschichte widmet.

Die in Kooperation mit dem Museum August Kestner organisierte Veranstaltungsreihe Rohstoff für die Stadtgeschichte. Neue Blicke in alte Quellen weckt die reiche Überlieferung des Mittelalters und der Frühen Neuzeit im Stadtarchiv Hannover aus ihrem Dornröschenschlaf in den Magazinen und bringt sie an Tageslicht holen. Ausgewiesene Experten stellen die typischen Medien jener Zeit vor: Urkunden und Amtsbücher, Briefe und – bei unserem Ausflug ins Museum August Kestner – Münzen.

Termine und nähere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Programm oder Webseite des Stadtarchiv Hannover:

flyer-stadtarchiv_775pdf

 

Interview über Geschichte und Moderne im Stadtbild Hannovers

Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer, Mitglied des Freundeskreises, führt zum Thema

Geschichte und Moderne im Stadtbild Hannovers

Dr. Sid Auffarth (li.), Prof. Dr. Paul Zalewski

Dr. Sid Auffarth (li.), Prof. Dr. Paul Zalewski

ein öffentliches Interview mit Dr. Sid Auffarth, Bauhistoriker in Hannover, und mit Prof. Dr. Paul Zalewski, Denkmalkunde, Viadrina, Frankfurt (Oder).

Bauen in der Stadt ist ein stetiger Transformationsprozess. In der Altstadt Hannovers reichen die Straßenführungen zurück auf das Mittelalter, in der Neustadt auf die Frühe Neuzeit. Marktkirche und Altes Rathaus erinnern an das 14. Jahrhundert, die St. Johanniskirche an das 17. Jahrhundert. Und was wäre Hannover ohne Herrenhausen! Als die Stadtmauer fielen, wuchs Hannover ins Umland hinaus. Links der Leine dehnte sich das industrielle Linden aus. Nach welchen Ideen wurden die neuen Quartiere entwickelt? Wie wurde das Bedürfnis nach Repräsentation gestillt, wie wurden soziale Probleme aufgegriffen? Renaissancen und kreative Modernität überkreuzten sich immer wieder. 1933 begann eine Altstadtsanierung im Stil des Restaurierungsdenkens des 19. Jahrhunderts. Im Krieg fiel die Altstadt in Schutt und Asche. Man baute nach 1945 viele Baudenkmale wieder auf, andere wurden neu inszeniert, noch andere wiederum ganz beseitigt. Das „Wunder von Hannover“, der Ausbau einer autogerechten Stadt, durchgrüntes Wohnen, Siedlunsgexpansion in Trabantensiedlungen, Gentrification, Urban Gardening: Warum wechseln die Konzepte? Wo bleibt die Tradition in der Moderne? Wo wird die Moderne traditionell?

Dr. Sid Auffarth ist der am breitesten ausgewiesene Bauhistoriker Hannovers, der seit Jahrzehnten klug und pointiert zu Geschichte, Planung und Entwicklung der Stadt Stellung bezieht. Prof. Paul Zalewski, selbst Fachmann für das Bauen in Hannover vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, ist ein in breiten internationalen Zusammenhängen ausgewiesener Spezialist für den Schutz Europäischer Kulturgüter und für Denkmalkunde.

Die Veranstaltung findet statt

am 31. Mai 2016, Dienstag,
um 18:00 Uhr,
im Historischen Museum Hannover.

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!

Vortrag: Wilhelm I. und Wilhelm II. in Hannover 1868-1914

Das Stadtarchiv Hannover lädt ein zum Vortrag:

Kaiserbesuche
Wilhelm I. und Wilhelm II. in Hannover 1868-1914

Referent: Prof. Dr. Gerhard Schneider

Die Stadt Hannover war ein bevorzugtes Reiseziel der deutschen Kaiser. Über 40mal besuchten Wilhelm I. und Wilhelm II., gelegentlich in Begleitung ihrer Frauen die Stadt. Manche Besuche ähnelten Staatsbesuchen: überall Blumenschmuck und Fahnen, festliche Dekorationen und aufwändige Installationen entlang der Einzugsstraße vom Bahnhof bis zum Residenzschloss in der Leinstraße, Galadiners mit nicht selten mehreren hundert Gedecken, Festaufführungen im königlichen Theater, Feuerwerk und Paraden usw. Zeitungsberichte und Photographien dokumentieren, welch immensen Zuspruch die Besuche nach anfänglicher Zurückhaltung bei der Bevölkerung fanden.

Zum Thema hat Prof. Dr. Schneider ein Buch veröffentlicht, das 2015 als Band 15 der Reihe „Hannoversche Studien“ erschienen ist (ISBN 978-3-86525-486-3). Das Buch kann bei der Veranstaltung erworben und auf Wunsch vom Autor signiert werden.

Die Veranstaltung findet statt

am 14. April 2016, Donnerstag,
um 19:00 Uhr,
Stadtarchiv Hannover
Am Bokemahle 14-16
30171 Hannover

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!

Rückschau

„Politisches Gestalten aus Erleben und Engagement“ lautete das Thema des nunmehr 9. Zeitzeugengesprächs, das Prof. Hauptmeyer diesmal mit Dr. Wolfgang Scheel, dem ehemaligen hannoverschen Bürgermeister und langjährigen Leiter der Niedersächsischen Landeszentrale für Politische Bildung führte.

Jenem Motto gemäß handelte Scheel über Jahrzehnte. Er sog als Jugendlicher im Berlin der Nachkriegszeit begierig die Informationen zur  demokratischen politischen Bildung auf. Ohne zu ahnen, dass in der Schicksal einmal nach Hannover führen werde, wusste er beredt von seinen ersten Aufenthalte in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu Beginn der 1950 er Jahre zu erzählen. Hannover erschien ihm in der hiesigen Form des Wiederaufbaus so fortschrittlich. Nach seinen Examina, unter anderem im Fach Geschichte, unterrichtete er im Raum Hannover als Gymnasiallehrer und schrieb historisch politische Artikel. Diese bauten ihm die Brücke zur Tätigkeit in der Landeszentrale für Politische Bildung.

Seine Prinzipien waren: informieren, aufklären, keine Vorurteile gelten lassen. Viele Jahre war er für die CDU aktiv und hannoverscher Ratsherr. Er leitete den Kulturausschuss der Stadt, kandidierte gegen Herbert Schmalstieg um das Amt des Oberbürgermeisters und war dennoch loyaler Bürgermeister als Vertreter Schmalstiegs. Aus allen seinen Erlebnissen sprach der Gedanke, dass Konfrontation der falsche, miteinander reden und gemeinsam Probleme lösen der richtige Gedanke sei.

Wenn diesmal der Hodlersaal nicht bis auf den letzten Platz gefüllt war, so lag es bestimmt nicht an Hauptmeyers Gesprächspartner, sondern allein an der Tatsache, dass am selben Abend publikumswirksame andere Veranstaltungen in Hannover stattfanden.