Freundeskreis Stadtarchiv Hannover

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Category: Neues aus dem Stadtarchiv (page 1 of 2)

Vorträge zum mittelalterlichen Ablasswesen im Stadtarchiv Hannover

Der Ablass ist eine seelsorgerische Erfindung mittelalterlicher Bischöfe. Er half den Gläubigen, unter der Last notwendiger Genugtuung für die eigene Sündhaftigkeit nicht zusammenzubrechen.  Das Konzept war ein durchschlagender Erfolg, unzählige Urkunden in europäischen Archiven zeugen davon.

Zwischen seelsorgerischer Verantwortung und plakativer Vereinfachung.
Eine kurze Einführung in die mittelalterliche Ablasspraxis
Referent: Dr. Axel Ehlers

Vorstellung einer Ablass-Urkunde für die hannoversche Marktkirche aus dem Jahr 1319
Referentin: Dr. Cornelia Regin, Leiterin Stadtarchiv Hannover

 

Die Vorträge finden statt

am 28. Februar 2018, Mittwoch,
um 19:30 Uhr,
im Stadtarchiv Hannover, Am Bokemahle 14-16.

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!

Buchvorstellung: „Der Architekt und Stadtplaner Rudolf Hillebrecht“

Ralf Dorn
Der Architekt und Stadtplaner Rudolf Hillebrecht
Kontinuitäten und Brüche in der deutschen Planungsgeschichte im 20. Jahrhundert
Herausgegeben von Dr. Cornelia Regin im Auftrag der Landeshauptstadt Hannover

Rudolf Hillebrecht (1910–1999) gehörte zu den einflussreichsten Stadtplanern der Nachkriegszeit. Als Stadtbaurat verantwortete er den Wieder-aufbau von Hannover bis ins Jahr 1975. Seine Aufbauplanung erregte als „Wunder von Hannover“ überregionale Aufmerksamkeit.

Das Buch setzt sich mit Leben und Werk Rudolf Hillebrechts kritisch auseinander.  Dargestellt werden seine Studienzeit in der Weimarer Republik, seine frühe Tätigkeit im  Büro des Hamburger Architekten Konstanty Gutschow in der Zeit des Nationalsozialismus sowie sein Wirken in der Bundesrepublik. Es entsteht das facettenreiche Bild einer  einflussreichen Persönlichkeit, die die Geschichte der Stadtplanung in Deutschland mit  allen ihren Licht- und Schattenseiten maßgeblich prägte.

Es diskutieren:
PD Dr. Ralf Dorn, Prof. i.V., Mainz, Uwe Bodemann, Stadtbaurat der Landeshauptstadt Hannover, und PD Dr. Olaf Gisbertz, Prof. i.V., Dortmund

Vortrag: Geheim! Macht und Ohnmacht der Archive in der demokratischen Gesellschaft

Vortrag im Rahmen der Ausstellung „GEHEIMNIS – Ein gesellschaftliches Phänomen“

Geheim!
Macht und Ohnmacht der Archive in der demokratischen Gesellschaft
Referent: Dr. Clemens Rehm

Mittwoch, 8. November, 18.00 Uhr
Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße
Veranstalter: Landeshauptstadt Hannover, Büro Oberbürgermeister, Wissenschaftsstadt Hannover, in Kooperation mit der VolkswagenStiftung und dem Stadtarchiv Hannover

Eintritt frei

Demokratische Gesellschaften wie die Bundesrepublik Deutschland beruhen auf den Verfassungsprinzipien des Rechtsstaats und der Demokratie. Die Verwirklichung beider Prinzipien kann nur gelingen, wenn für öffentliches Handeln grundsätzlich Transparenz besteht. Diese Transparenz wird in demokratischen Gesellschaften u.a. anhand von archivierten Unterlagen in öffentlichen Archiven hergestellt. Diese Aufgabe der gesetzlich legitimierten und kontrollierten Durchbrechung des Geheimen zur Schaffung des gesellschaftlichen Gedächtnisses begründet die Systemrelevanz der Archive. Doch immer wieder wird dem Amtsgeheimnis gegenüber der Transparenz Vorrang gegeben. Die noch nicht entschiedene Debatte um die Grenzen des Geheimen wurde zuletzt 2017 bei der Novellierung des Bundesarchivgesetzes öffentlich geführt. Es geht um nichts weniger als die Macht und Ohnmacht der Archive, in der demokratischen Gesellschaft Transparenz zu ermöglichen.

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Foto- und Archivausstellung zu Bristol und Hannover

Anlässlich des siebzigjährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Bristol und Hannover werden vom 3. bis 17. November 2017 im Neuen Rathaus, Bürgersaal,  die beiden Ausstellungen „Archivausstellung 70 Jahre Bristol – Hannover“ und „Bristol – Fotografien einer aufregenden Stadt“ gezeigt. Die Archivausstellung entstand in Zusammenarbeit des Stadtarchivs Hannover mit den Bristol Archives sowie mit freundlicher Unterstützung des Historischen Museums Hannover. Die Fotoausstellung beruht auf einem Studienprojekt des hannoverschen Fotografen Prof. Rolf Nobel.

Flyer zur Foto- und Archivausstellung zur 70jähriogen Städtepartnerschaft zwischen Bristol und HannoverBristol Hannover 2017

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Tagung: Stadt und Sport in historischer Perspektive

Seit dem späten 19. Jahrhundert ist Sport ein zentraler Bestandteil städtischer Politik. Sport leistet einen wichtigen Beitrag zur Jugend- und Gesundheitspflege, trägt aber auch zur Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Stadt bei und ist zugleich ein wesentlicher Faktor des Stadt- marketings. Sportstätten sind Teil der städtischen Infrastruktur und prägen weithin sichtbar das Bild einer Stadt. Wie sich der Sport in verschiedenen Städten inner- und außerhalb Deutschlands im 20. Jahrhundert entwickelt hat und welche Rolle dabei die kommunalen Verwaltungen gespielt haben, soll auf der Tagung vergleichend beleuchtet werden.

Zudem diskutiert ein prominent besetztes Podium am Abend des 10. November die gegenwärtigen Bezüge zwischen Stadt und Sport in Hannover.

Veranstalter:
Stadtarchiv Hannover, Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte e. V.

Datum: 10.–11. November 2017
Ort: Neues Rathaus Hannover, Mosaiksaal, Trammplatz 2, 30159 Hannover

Tagungsprogramm: Stadt und Sport in historischer Perspektive (Flyer)

Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung bis spätestens zum 1. November 2017 wird freundlichst gebeten:
Stadtarchiv Hannover
Tel.: 0511/168-42173
E-Mail: stadtarchiv@hannover-stadt.de

Tagungsankündigung auf der Webseite des Stadtarchivs Hannover

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Projektvorstellung: Hannoversche Adressbücher digital

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, das Stadtarchiv Hannover und die VGH-Stiftung stellen am 15. Juni 2017, Donnerstag, um 17 Uhr in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek/ Vortragssaal   ihr gemeinsames Projekt „Hannoversche Adressbücher digital“ vor.

Von 1798 bis 2004 erschien nahezu jährlich das Adressbuch der Stadt Hannover. Über mehr als zwei Jahrhunderte verzeichnete es Personen und Straßen der Stadt, gab Hilfe bei der Suche nach Handwerkern, Firmen und Behörden. Die enthaltenen Karten, Theaterpläne und Berichte bieten heute spannende Einblicke in die Geschichte und das kulturelle Leben Hannovers. Diese wichtige historische Quelle haben das Stadtarchiv Hannover und die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in den vergangenen Jahren bis in das 20. Jahrhundert hinein digitalisiert. Das Projekt wird durch die Projektpartner und den Projektförderer VGH-Stiftung vorgestellt. Der Sprechchor Hannover wird die Präsentation durch eine stimmliche Performance zum Thema begleiten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, selbständig in den digitalen Adressbüchern zu recherchieren und auch Originale in Augenschein zu nehmen.

Der Eintritt ist frei

Wanderausstellung „Feind ist, wer anders denkt“ im Neuen Rathaus

In Kooperation mit dem Stadtarchiv Hannover zeigt die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen (BStU) vom 2. bis 28. Juni 2017 im Bürgersaal des neuen Rathaus Hannover die Wanderausstellung „Feind ist, wer anders denkt“.

Staatliche Kontrolle und Unterdrückung wurden in der SED-Diktatur der DDR wesentlich geprägt vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Das jahrzehntelange Handeln und Wirken des MfS – der Stasi – wird in der vom BStU konzipierten eindrucksvollen Wanderausstellung „Feind ist, wer anders denkt“ präsentiert. Die allgemeine Darstellung wird um ein hannoversches Regionalmodul ergänzt, welches deutlich macht, dass der Wirkungskreis der Stasi bis in die niedersächsische Landeshauptstadt reichte. Im Regionalmodul werden auch Materialien des Stadtarchivs und des Historischen Museums Hannover zu sehen sein.

Das Stadtarchiv Hannover als Kooperationspartner des BStU möchte Sie herzlich einladen, die Ausstellung im Bürgersaal des Neuen Rathauses zu besuchen.

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Wanderausstellung „Papier ist nicht geduldig“ im Stadtarchiv

Vom 4. Mai bis zum 16. Juni 2017 zeigt das Stadtarchiv-Hannover eine Wanderausstellung über die Erhaltung von Schriftgut und Grafik des Arbeitskreises Nordrhein-Westfälischer Papierrestauratoren e.V..

Papier ist noch immer der wichtigster Informationsträger – und vom Verfall bedroht. Archive und andere Kulturinstitutionen verfügen in großem Umfang über historisch wertvolle Handschriften, Grafiken und Akten. Die Erhaltung dieses Kulturguts ist eine tägliche Herausforderung, denen sich eine Wanderausstellung im Stadtarchiv Hannover unter dem Titel „Papier ist nicht geduldig“ widmet.

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Lesung: Kestners Reise auf den Brocken

Einladung des Stadtarchiv Hannover zur öffentlichen Lesung.

Alfred und Friederike Schröcker lesen und kommentieren zum Thema „Johann Christian und Charlotte Kestners Reise auf den Brocken“

Johann Christian Kestners Tagebuch vom 10. bis 16. August 1789.

Als der Brockentourismus gegen Ende des 18. Jahrhunderts seinen ersten Höhepunkt erreichte und in der Hochsaison Juli und August schon mal an die 50 Personen auf den Gipfel kamen, machten sich Johann Christian Kestner (1740-1800), seine Frau Charlotte und die hannoversche Freundin Sophie Flebbe von Osterode aus auf den Weg zum Brocken, begleitet von einigen Helfern und Harzer Kiepenfrauen.

Johann Christian und Charlotte Kestner © Stadtarchiv Hannover

Johann Christian und Charlotte Kestner
© Stadtarchiv Hannover

Über Clausthal und Oderbrück ging es hinauf zur Heinrichshöhe. Dort übernachtete man im gräflich-stolbergischen Logierhaus, die Helfer schliefen im Wirtshaus. Der Aufstieg war nicht einfach: Man musste über Bäche und durch versumpftes Gelände, besonders die Damen taten sich trotz aller Kavaliershilfen schwer. Mal drohte man hineinzufallen, mal blieb ein Schuh im Morast stecken, man war von oben bis unten durchnässt, aber man hatte Kleidung zum Wechseln und viel Proviant dabei. Dies und zahlreiche unerwartete Einzelheiten notiert der schreibgewohnte Kestner in seinem Tagebuch, nicht zuletzt auch allerhand über andere Harzwanderer, über das Gipfelerlebnis und über die Rückreise. Seine romantische Ader kommt bei weniger spektakulären Erlebnissen, z. B. beim Rehberger Graben zu Tage.

Die Veranstaltung findet statt

am 11. Februar 2016, Donnerstag,
um 19:00 Uhr,
Stadtarchiv Hannover
Am Bokemahle 14-16
30171 Hannover

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!

Neu im Stadtarchiv: Unterlagen des VfL Eintracht Hannover von 1848

Am 30. Oktober 2015 übergab der VfL Eintracht Hannover, einer der ältesten und traditionsreichsten Sportvereine Hannovers, seine Vereinsunterlagen dem Stadtarchiv Hannover. In den rund 8 Regalmetern an Dokumenten, Zeitungen und Fotos finden sich beispielsweise das Gründungsgesetz des Vereins von 1848 sowie zahlreiche andere Schriftstücke, die eng mit der Geschichte der Landeshauptstadt Hannover verwoben sind. Das Stadtarchiv wird den Bestand archivieren, verzeichnen und anschließend der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Mehr dazu unter: http://www.hannover.de/Service/Presse-Medien/Landeshauptstadt-Hannover/Aktuelle-Meldungen-und-Veranstaltungen/Der-VfL-Eintracht-im-Stadtarchiv

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