Freundeskreis Stadtarchiv Hannover

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Neu im Stadtarchiv: Unterlagen des VfL Eintracht Hannover von 1848

Am 30. Oktober 2015 übergab der VfL Eintracht Hannover, einer der ältesten und traditionsreichsten Sportvereine Hannovers, seine Vereinsunterlagen dem Stadtarchiv Hannover. In den rund 8 Regalmetern an Dokumenten, Zeitungen und Fotos finden sich beispielsweise das Gründungsgesetz des Vereins von 1848 sowie zahlreiche andere Schriftstücke, die eng mit der Geschichte der Landeshauptstadt Hannover verwoben sind. Das Stadtarchiv wird den Bestand archivieren, verzeichnen und anschließend der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Mehr dazu unter: http://www.hannover.de/Service/Presse-Medien/Landeshauptstadt-Hannover/Aktuelle-Meldungen-und-Veranstaltungen/Der-VfL-Eintracht-im-Stadtarchiv

Hannovers vorzügliches Image

Vorurteile können nur durch Informationen ausgeräumt werden. Vanessa Erstmann, M.A., Mitglied des Freundeskreises, stellte eindrucksvoll fest, dass Hannover zwar lange ein Problem mit dem Image gehabt habe, die Stadt aber weitaus besser als ihr Ruf war und ist. Mehr als 80 Besucher drängten sich am Montagabend, 2. Februar 2015, im Lesesaal des Stadtarchivs, als Vanessa Erstmann von den Recherchen ihrer alsbald abzuschließenden Dissertation berichtete. Bis in die 1950er Jahr hinein galt Hannover durchaus als modern, als Stadt im Grünen oder Stadt des Sports. Bekannt waren die international aktiven Firmen wie Hanomag, Continental oder Bahlsen.

Die Referentin Vanessa Erstmann (links) wird von Dr. Cornelia Regin (Stadtarchivleiterin) und Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer (Vorsitzender des Freundeskreises) vorgestellt.

Die Referentin Vanessa Erstmann (links) wird von Dr. Cornelia Regin (Stadtarchivleiterin) und Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer (Vorsitzender des Freundeskreises) vorgestellt.

Langfristig gelang es jedoch nicht, mit dem ungemein breiten Kulturangebot der Stadt, mit der vorzüglichen Verkehrslage, den weltgrößten Messen und den weiterhin erfolgreichen Unternehmen zu punkten. Stereotype über die bedächtigen Städter setzten sich fest. Die Hannoveraner selbst taten sich z.B. schwer mit der innovativen Straßenkunst in den 1970er Jahren. Und dass ausgerechnet Hannover die EXPO 2000 ausrichtete, mochte insbesondere in Süddeutschland nicht goutiert werden.

Jüngst aber weisen alle Zeichen nach oben für Hannovers Spezialität: der Charme, keine Weltmetropole, aber eine ungemein hochwertige Stadt zu sein, die keine Vergleiche (mehr) zu scheuen braucht.