Freundeskreis Stadtarchiv Hannover

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Category: Neues aus dem Stadtarchiv (page 2 of 2)

28. Mai: Vortrag zur Archivierung elektronischer Unterlagen

Dr. Uwe Heckert spricht zum Thema

„Gesellschaft ohne Gedächtnis? Herausforderungen bei der Archivierung elektronischer Unterlagen.“

Der Einzug der Computer in die Verwaltung hat seit den 1980er Jahren massenhaft Daten in elektronischer Form entstehen lassen. Nach und nach kommen diese Daten jetzt in den Archiven an. Eine riesige Herausforderung: Was, wenn die alten Programmen nicht mehr vorhanden sind, mit denen die Daten entstanden? Lassen sich heute noch die alten Speichermedien, z.B. Disketten, auslesen? – Es ist Aufgabe der Archive zu verhindern, dass die vergangenen rund 40 Jahre als Zeitalter mit einer nur sehr lückenhaften Überlieferung in die Geschichte eingehen. DIMAG, das digitale Magazin, soll helfen, digitale Daten in Niedersachsen dauerhaft aufzubewahren und zugänglich zu machen.

Der Referent Dr. Uwe Heckert stammt aus Hannover. Er studierte Geschichte in Bielefeld und Archivwissenschaften in Potsdam. Nach verschiedenen wissenschaftlichen Berufsstationen ist er seit 2009 Abteilungsleiter Stadtgeschichte, Museum und Archiv bei der Stadt Waiblingen.

Die Veranstaltung findet statt

am 28. Mai 2015, Donnerstag,
um 19.30 Uhr,
im Stadtarchiv Hannover, Am Bokemahle 14-16.

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!

Hannovers vorzügliches Image

Vorurteile können nur durch Informationen ausgeräumt werden. Vanessa Erstmann, M.A., Mitglied des Freundeskreises, stellte eindrucksvoll fest, dass Hannover zwar lange ein Problem mit dem Image gehabt habe, die Stadt aber weitaus besser als ihr Ruf war und ist. Mehr als 80 Besucher drängten sich am Montagabend, 2. Februar 2015, im Lesesaal des Stadtarchivs, als Vanessa Erstmann von den Recherchen ihrer alsbald abzuschließenden Dissertation berichtete. Bis in die 1950er Jahr hinein galt Hannover durchaus als modern, als Stadt im Grünen oder Stadt des Sports. Bekannt waren die international aktiven Firmen wie Hanomag, Continental oder Bahlsen.

Die Referentin Vanessa Erstmann (links) wird von Dr. Cornelia Regin (Stadtarchivleiterin) und Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer (Vorsitzender des Freundeskreises) vorgestellt.

Die Referentin Vanessa Erstmann (links) wird von Dr. Cornelia Regin (Stadtarchivleiterin) und Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer (Vorsitzender des Freundeskreises) vorgestellt.

Langfristig gelang es jedoch nicht, mit dem ungemein breiten Kulturangebot der Stadt, mit der vorzüglichen Verkehrslage, den weltgrößten Messen und den weiterhin erfolgreichen Unternehmen zu punkten. Stereotype über die bedächtigen Städter setzten sich fest. Die Hannoveraner selbst taten sich z.B. schwer mit der innovativen Straßenkunst in den 1970er Jahren. Und dass ausgerechnet Hannover die EXPO 2000 ausrichtete, mochte insbesondere in Süddeutschland nicht goutiert werden.

Jüngst aber weisen alle Zeichen nach oben für Hannovers Spezialität: der Charme, keine Weltmetropole, aber eine ungemein hochwertige Stadt zu sein, die keine Vergleiche (mehr) zu scheuen braucht.

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