Freundeskreis Stadtarchiv Hannover

Bewahren - Erforschen - Vergegenwärtigen

Category: Veranstaltungen

Projektvorstellung: Hannoversche Adressbücher digital

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, das Stadtarchiv Hannover und die VGH-Stiftung stellen am 15. Juni 2017, Donnerstag, um 17 Uhr in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek/ Vortragssaal   ihr gemeinsames Projekt „Hannoversche Adressbücher digital“ vor.

Von 1798 bis 2004 erschien nahezu jährlich das Adressbuch der Stadt Hannover. Über mehr als zwei Jahrhunderte verzeichnete es Personen und Straßen der Stadt, gab Hilfe bei der Suche nach Handwerkern, Firmen und Behörden. Die enthaltenen Karten, Theaterpläne und Berichte bieten heute spannende Einblicke in die Geschichte und das kulturelle Leben Hannovers. Diese wichtige historische Quelle haben das Stadtarchiv Hannover und die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in den vergangenen Jahren bis in das 20. Jahrhundert hinein digitalisiert. Das Projekt wird durch die Projektpartner und den Projektförderer VGH-Stiftung vorgestellt. Der Sprechchor Hannover wird die Präsentation durch eine stimmliche Performance zum Thema begleiten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, selbständig in den digitalen Adressbüchern zu recherchieren und auch Originale in Augenschein zu nehmen.

Der Eintritt ist frei

Wanderausstellung „Feind ist, wer anders denkt“ im Neuen Rathaus

In Kooperation mit dem Stadtarchiv Hannover zeigt die Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen (BStU) vom 2. bis 28. Juni 2017 im Bürgersaal des neuen Rathaus Hannover die Wanderausstellung „Feind ist, wer anders denkt“.

Staatliche Kontrolle und Unterdrückung wurden in der SED-Diktatur der DDR wesentlich geprägt vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Das jahrzehntelange Handeln und Wirken des MfS – der Stasi – wird in der vom BStU konzipierten eindrucksvollen Wanderausstellung „Feind ist, wer anders denkt“ präsentiert. Die allgemeine Darstellung wird um ein hannoversches Regionalmodul ergänzt, welches deutlich macht, dass der Wirkungskreis der Stasi bis in die niedersächsische Landeshauptstadt reichte. Im Regionalmodul werden auch Materialien des Stadtarchivs und des Historischen Museums Hannover zu sehen sein.

Das Stadtarchiv Hannover als Kooperationspartner des BStU möchte Sie herzlich einladen, die Ausstellung im Bürgersaal des Neuen Rathauses zu besuchen.

Continue reading

Wanderausstellung „Papier ist nicht geduldig“ im Stadtarchiv

Vom 4. Mai bis zum 16. Juni 2017 zeigt das Stadtarchiv-Hannover eine Wanderausstellung über die Erhaltung von Schriftgut und Grafik des Arbeitskreises Nordrhein-Westfälischer Papierrestauratoren e.V..

Papier ist noch immer der wichtigster Informationsträger – und vom Verfall bedroht. Archive und andere Kulturinstitutionen verfügen in großem Umfang über historisch wertvolle Handschriften, Grafiken und Akten. Die Erhaltung dieses Kulturguts ist eine tägliche Herausforderung, denen sich eine Wanderausstellung im Stadtarchiv Hannover unter dem Titel „Papier ist nicht geduldig“ widmet.

Continue reading

Lesung: Kestners Reise auf den Brocken

Einladung des Stadtarchiv Hannover zur öffentlichen Lesung.

Alfred und Friederike Schröcker lesen und kommentieren zum Thema „Johann Christian und Charlotte Kestners Reise auf den Brocken“

Johann Christian Kestners Tagebuch vom 10. bis 16. August 1789.

Als der Brockentourismus gegen Ende des 18. Jahrhunderts seinen ersten Höhepunkt erreichte und in der Hochsaison Juli und August schon mal an die 50 Personen auf den Gipfel kamen, machten sich Johann Christian Kestner (1740-1800), seine Frau Charlotte und die hannoversche Freundin Sophie Flebbe von Osterode aus auf den Weg zum Brocken, begleitet von einigen Helfern und Harzer Kiepenfrauen.

Johann Christian und Charlotte Kestner © Stadtarchiv Hannover

Johann Christian und Charlotte Kestner
© Stadtarchiv Hannover

Über Clausthal und Oderbrück ging es hinauf zur Heinrichshöhe. Dort übernachtete man im gräflich-stolbergischen Logierhaus, die Helfer schliefen im Wirtshaus. Der Aufstieg war nicht einfach: Man musste über Bäche und durch versumpftes Gelände, besonders die Damen taten sich trotz aller Kavaliershilfen schwer. Mal drohte man hineinzufallen, mal blieb ein Schuh im Morast stecken, man war von oben bis unten durchnässt, aber man hatte Kleidung zum Wechseln und viel Proviant dabei. Dies und zahlreiche unerwartete Einzelheiten notiert der schreibgewohnte Kestner in seinem Tagebuch, nicht zuletzt auch allerhand über andere Harzwanderer, über das Gipfelerlebnis und über die Rückreise. Seine romantische Ader kommt bei weniger spektakulären Erlebnissen, z. B. beim Rehberger Graben zu Tage.

Die Veranstaltung findet statt

am 11. Februar 2016, Donnerstag,
um 19:00 Uhr,
Stadtarchiv Hannover
Am Bokemahle 14-16
30171 Hannover

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!

28. Mai: Vortrag zur Archivierung elektronischer Unterlagen

Dr. Uwe Heckert spricht zum Thema

„Gesellschaft ohne Gedächtnis? Herausforderungen bei der Archivierung elektronischer Unterlagen.“

Der Einzug der Computer in die Verwaltung hat seit den 1980er Jahren massenhaft Daten in elektronischer Form entstehen lassen. Nach und nach kommen diese Daten jetzt in den Archiven an. Eine riesige Herausforderung: Was, wenn die alten Programmen nicht mehr vorhanden sind, mit denen die Daten entstanden? Lassen sich heute noch die alten Speichermedien, z.B. Disketten, auslesen? – Es ist Aufgabe der Archive zu verhindern, dass die vergangenen rund 40 Jahre als Zeitalter mit einer nur sehr lückenhaften Überlieferung in die Geschichte eingehen. DIMAG, das digitale Magazin, soll helfen, digitale Daten in Niedersachsen dauerhaft aufzubewahren und zugänglich zu machen.

Der Referent Dr. Uwe Heckert stammt aus Hannover. Er studierte Geschichte in Bielefeld und Archivwissenschaften in Potsdam. Nach verschiedenen wissenschaftlichen Berufsstationen ist er seit 2009 Abteilungsleiter Stadtgeschichte, Museum und Archiv bei der Stadt Waiblingen.

Die Veranstaltung findet statt

am 28. Mai 2015, Donnerstag,
um 19.30 Uhr,
im Stadtarchiv Hannover, Am Bokemahle 14-16.

Der Eintritt ist frei!

Interessierte und Freunde des Stadtarchivs Hannover sind herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung eingeladen!